Altemöller´sche Buchhandlungen
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Nachdenken über eine gerechtere Gesellschaft:

Daniel Goleman

Soziale Intelligenz
15 Jahre nach Erscheinen seines wegweisenden Buches über den von ihm geprägten Begriff der „Emotionalen Intelligenz“ meldet sich Daniel Goleman mit einem ähnlich wichtigen Thema. Er beweist: die Natur hat uns nicht als gierige Egoisten entworfen, sondern als soziale Wesen, auch wenn aller Kommerz sich bemüht, den Narzisten in uns zu bedienen. Bleibt zu hoffen, dass dieses Buch das gleiche revolutionäre Potential entwickelt wie Golemans vielbewunderte ( und kopierte) Arbeit über Emotionale Intelligenz, die unter anderem zur Folge hatte, dass man „klassische“ Intelligenztests kritisch betrachtet. Gott sei Dank.

Daniel Goleman

Emotionale Intelligenz

Daniel Goleman

Ökologische Intelligenz

Antonio Damasio

Selbst ist der Mensch: Körper, Geist und die Entstehung des menschlichen Bewusstseins
Der potugiesisch-amerikanische Neurologe Antonio Damasio   gilt als der „Entdecker“ aller Intuition – er hat bereits Ende der 90er Jahre in aufsehenerregenden Experimenten die Überlegenheit des Gefühls über alle Ratio nachweisen können. Ihm & seiner Frau Hannah dürfte  letzlich die emotionale Wende zu verdanken sein, die unser europäisches  Denken auf den Kopf stellt. „Descartes´Irrtum“ gilt inzwischen als Klassiker dieses neuen Denkstils.. Für „Selbst ist der Mensch“ wurde er mit dem Deutschen Buchpreis geehrt. 

Martin Lindstrom

Buyology
Sie lesen richtig – Buy-ology ist kein Schreibfehler, sondern die bei Insidern bekannte Bezeichnung für eine höchst gruselige Wissenschaft – das sogenannte Neuro-Marketing. Die Kunst der Verführung ist inzwischen so perfektioniert, dass selbst noch hormonelle & emotionale Prozesse benutzt werden, um uns Dinge anzudrehen, die kein Mensch braucht. Lindstrom kennt sich in dieser perfiden Wissenschaft  aus wie kein Zweiter, er hat damit jahrelang viel, viel Geld verdient – aber keine Angst: inzwischen ist er vom Saulus zum Paulus geworden & in seinen Büchern (siehe auch Brandwashed) verrät er die abartigen Tricks der neuen heimlichen Verführer!

Martin Lindstrom

Brandwashed

Joachim Bauer

Prinzip Menschlichkeit
Der Psychotherapeut & Wissenschaftsautor Joachim Bauer widerlegt in diesem fabelhaft recherchierten Buch ein paar völlig obsolete soziobiologische Axiome, wie sie die Darwinisten & Neodarwinisten jahrelang vertreten haben. Kurz: die gern und oft zitierte Formel vom „Überlebenskampf“ (= Darwin´s war of nature) ist  Humbug. . Das Erfolgsrezept der Menschheit ist KOOPERATION, nicht Konkurrenz – und dafür, dass Bauer das endlich klarstellt – dürfen wir ihm ewig dankbar sein

Joachim Bauer

Schmerzgrenze
Joachim Bauers neuestes Buch gehört meines Erachtens zu seinen besten & wichtigsten. Er räumt – wie schon im „Prinzip Menschlichkeit“  mit dem Darwin-Mythos (The survival oft the fittest) auf & leistet so einen wichtigen Beitrag zu dem, was gesellschafts- & vor allem auch wirtschaftspolitisch neu gedacht werden muss. Der Mensch ist nicht des anderen Wolf. Der Erfolg des homo sapiens beruht jedenfalls nicht auf Kampf. In seiner „Schmerzgrenze“ schließlich erbringt  er den auch physiologisch nachvollziehbaren Beweis, dass eines der großen Problem unserer Zeit, die Aggression, durch Ausgrenzung entsteht, durch den sogar messbaren Schmerz, den Unfairness seinen Opfern zufügt. Das ist alles faszinierend neu – und es zeigt eindeutig, dass zu den wichtigsten politischen Aufgaben, die es in Zukunft zu lösen gibt, vor allem Gerechtigkeit gehört. 

Joachim Bauer

Arbeit
Der neue Joachim Bauer ist da! Wie immer sind seine Analysen bestens fundiert – hier geht es im Stress und um die Frage, warum der weltwirtschaftlich tiefgreifende Wandel, der wir der New-Economy zu verdanken haben, jetzt zu völlig neuen Formen von Entfremdung führt. Sehr wichtiges Buch wie alle Themen, zu denen Joachim Bauer sich meldet.  Er gehört zu den unbestechlichen Vordenkern des sich abzeichnenden Paradigmenwechsels. 

Stefan Klein

Der Sinn des Gebens
Nicht Konkurrenz, sondern Kooperation ist das Erfolgsprinzip der Menschheit – das legen neueste Forschungsergebnisse der Neurobiologie nahe. Gut möglich also, dass man seit Darwin das Gesetz des „Survival oft he fittest“ formulierte, völlig auf dem Holzweg war. Stefan Klein (der auch ein sehr kluges Buch über die Zeit & eines über Glück geschrieben hat) beweist es hier. Idealismus lohnt sich also doch

Stefan Klein

Zeit

Mihaly Csikszentmihalyis

FLOW. Das Geheimnis des Glücks
M. Csikszentmihalyis „Flow“ gilt inzwischen als Klassiker. Mit anderen Klassikern,   Goethe zum Beispiel , hat er gemeinsam, dass ihn jeder zitiert, aber keiner (mehr) liest (Goethe hat allerdings den Vorteil, dass er keinen so komplizierten Namen hat ) Im Ernst: Prof. Csikszentmihalyi gilt (zusammen mit Howard Gardner) als einer der wichtigsten Glücksforscher der Welt. Sein berühmter, nach ihm so benannter,  Flow (als Zustand glückhaften „Fließens“) wird gern von Autoren zitiert, die sonst nichts verstanden haben. Aber um M.C. kommt halt niemand herum. Er gilt als der „Vater“ aller Hirnforschung. Leider hat noch keiner daran gedacht , ihm den Nobelpreis zu geben.

Richard David Precht

Die Kunst kein Egoist zu sein
Alle Bücher Prechts sind  wunderbar gescheit, dieses gehört zu meinen persönlichen Lieblingstiteln:   hier beleuchtet er  den neuesten Stand neurologischer Forschung, die in den letzten 1, 2 Jahren auf die erstaunlichsten Zusammenhänge gestoßen ist. Er analysiert gesellschaftliche Missstände auf detailierteste & zeigt höchst vernünftige Lösungswege. Ein Hoffnung machendes Buch. Sympathisch, manchmal witzig.  Wenn auch in der Bibliographie nicht immer korrekt.

Rolf Dobelli

Die Kunst des klugen Denkens

Rolf Dobelli

Die Kunst des klaren Handelns

Rolf Dobelli stand mit diesen beiden kompakten Büchern Monatelang auf sämtlichen Bestsellerlisten, was zum großen Teil an den gut gewählten Titeln liegt.  Dobelli ist ein analytisch denkender Mensch, dem keiner ein X für ein U vormacht. Die Denkfallen, in die wir gerne tappen, beschreibt er präzise in kurzen, kompakten Abschnitten, nicht besserwisserisch oder von oben herab, sondern mit Humor & einiger Selbstironie (weil selbst er nicht vor all Irrwegen gefeit ist).  
Dobelli  skizziert den Stand der Forschung auf einem relativ neuen Gebiet, dem der „Verhaltensökonomie“. Diese Disziplin, die ursprünglich Informationen für die Marketingabteilungen auf diesem Globus liefern sollte,  versucht herauszufinden,  warum zum Teufel der homo oeconomicus weniger rational reagiert als man das gerne hätte...Dobellis Bücher sind durchaus empfehlenswert, allerdings sind sie keine Primärquell Eilige.

Manfred Spitzer

Digitale Demenz
Am liebsten hätte man den Ulmer Neurowissenschaftler Manfred Spitzer gelyncht,  als er im Herbst 2012 diesen provozierenden Titel veröffentlichte. Tatsächlich kann er aus der Erfahrung des Psychiaters eindeutig belegen, dass Kinder am Bildschirm nichts lernen, jedenfalls nichts Gescheites, dass also Eltern ihren Kindern nicht zu früh Zugang zu digitalen Medien verschaffen sollten – und in Schulen sollte man ebenso vorsichtig sein damit. Mehr sagt Spitzer im Grund nicht: er verbindet lerntheoretische Ansätze mit den als gefahrlos eingestuften Computerspielen & mahnt zur Vorsicht. Hervorragend recherchiertes & sehr engagiertes Buch.

Epikur
Die Philosophie der Freude.

Er gilt als einer der wichtigsten Philosophen der Antike – oft wurde er falsch verstanden, sogar absichtlich falsch interpretiert – jetzt endlich weiß man ihn wirklich  zu würdigen. „Ein Übel ist der Zwang. Was aber zwingt uns, unter Zwang zu leben?“ Dieser Satz ist bald zweieinhalbtausend Jahre alt.

Katja Kuhlmann

Echtleben
Wenn Sie in den späten 60ern oder frühen 70ern geboren sind, werden zu zu all den klugen & sehr unterhaltsamen Beobachtungen von Katja Kullmann nur zustimmend nicken: „Genau so ist es!“ Katja Kullmann gelingt es, die sehr fragwürdigen sozio-ökonomischen Veränderungen der letzten Jahre (die Globalisierung, die Veränderungen des Arbeitsmarktes, die berühmte Schere...) im Spiegel ihrer Biographie darzustellen. Warum, fragt man sich, haben tatsächlich wir mit prekäreren Lebensverhältnissen zu kämpfen als die vermeintlich rückständige Generation unserer Wirtschaftswundereltern? Geniales Buch! Sprachlich ein Hochvergnügen; sehr ehrliches Buch, was es allein schon kostbar macht. Ich kenne wenige  Menschen, die freimütig über ihre Erfahrungen aus einer Zeit erzählen, zu der sie arbeitslos waren. 

Delphine de Vigan 

No & ich
Eine literarische Meisterleistung – Delphine de Vigan erzählt die Geschichte einer hochintelligenten Einzelgängerin, der vierzehnjährigen Lou, die ihre idealistischen Ideen tatsächlich umsetzt, dabei zwar zuweilen scheitert, aber dennoch beispielhaft wirkt. Wunderbares Buch! Sprachlich & inhaltlich anspruchsvoll, aber dennoch keineswegs verstiegen, sondern gut lesbar. 

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